Altersschwerhörigkeit

Mehr als jeder dritte Deutsche leidet mit 60 Jahren unter Altersschwerhörigkeit. Ab dem 70. Lebensjahr verdoppelt sich sogar die Zahl der Betroffenen. Doch bei Schwerhörigkeit geht es nicht nur um das Hören an sich, sondern vor allem um das „Dazugehören“. HNO-Ärzte raten deshalb zu jährlichen Kontrolluntersuchungen ab dem 50. Lebensjahr und empfehlen Betroffenen das rechtzeitige und regelmäßige Tragen von Hörgeräten.

HNO-Ärzte raten im Falle einer Schwerhörigkeit grundsätzlich zu hörverbessernden Maßnahmen, wie Hörgeräte, da es sonst zu einem allmählichen zentralen Hörverlust kommt: Hat die zentrale Hörverarbeitung aufgrund des schlechten Hörens nämlich nichts mehr zu tun, verlernt sie das Hören wieder. Und: Wenn zu lange gewartet wird, nützt auch das beste Hörgerät nichts mehr.

Untersuchngen & Therapie

Die Untersuchung, um Altersschwerhörigkeit festzustellen, umfasst die Ohrmikroskopie, verschiedene Hörtests sowie eine Druckmessung des Mittelohres.

Therapie der Wahl bei der Altersschwerhörigkeit sind Hörgeräte. Welches Hörgerät ein optimales Ergebnis erzielt, hängt vom individuellen Krankheitsbild ab. Die klassische Versorgung unterscheidet zwischen Hinter-dem-Ohr-Geräten (HdO) und Im-Ohr-Geräten (IdO). Beide Hörgeräte-Varianten sind millionenfach bewährt und bieten Betroffenen gute akustische Eigenschaften. In den letzten Jahren lässt sich jedoch eine Tendenz zur offenen Versorgung mit HdO-Geräten beobachten, die sich bis zu einer mittelgradigen Schwerhörigkeit eignen. Dabei handelt es sich um Hörgeräte, die den Gehörgang nicht verschließen, sondern offen lassen. Viele Patienten empfinden nicht nur den Klang dieser Hörgeräte als natürlicher, sondern auch das Tragen des Hörgeräts an sich als angenehmer. Allgemeingültige Empfehlungen über geeignete Hörgeräte gibt es aber nicht. Abhängig von Schwere und Ausprägung der Schwerhörigkeit und den persönlichen Lebensverhältnissen hat jeder Patient unterschiedliche Ansprüche und Bedürfnisse.

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