Mandelentzündung

Schluckbeschwerden, Fieber und Halsschmerzen, die bis in die Ohren ausstrahlen, deuten meist auf eine akute Mandelentzündung hin. Oft trifft die durch Bakterien ausgelöste Erkrankung Kinder, deren Mandeln besonders groß sind und deren Immunsystem sich noch nicht vollständig ausgebildet hat. Auch Jugendliche, bei denen sich die Mandeln allmählich wieder zurückentwickeln, gelten als besonders anfällig für die durch Tröpfcheninfektion übertragbare Mandelentzündung. Da akute Mandelentzündungen Komplikationen auslösen können, ist grundsätzlich eine Behandlung erforderlich. Im Zweifelsfall kann der HNO-Arzt klären, ob eine Antibiotikabehandlung erforderlich ist oder nicht.

Gehäufte Mandelentzündungen können ein Hinweis auf eine chronische Mandelentzündung sein. Hier hat sich das Gewebe der Mandeln soweit verändert, dass sich ständig Keime in den Mandeln vermehren. Dies führt zu einer Dauerbelastung und letztlich Überforderung des Immunsystems und damit zu einer erhöhten Anfälligkeit und ständigen körperlichen Schwäche.

Untersuchungen & Therapie

Bei akuten Mandelentzündungen unterscheiden HNO-Ärzte zwischen viralen Infekten, bei denen eine Therapie mit pflanzlichen und fiebersenkenden Mitteln ausreicht, und der bakteriellen Form. Bei den verursachenden Bakterien handelt es sich meistens um Streptokokken, deshalb lassen sich Komplikationen oder chronische Verläufe der Mandelentzündungen mit Antibiotika wirksam verhindern. Verordnen Ärzte ein Antibiotikum, gilt für Betroffene, das Medikament über die vorgesehene Dauer gewissenhaft einzunehmen. Bei vorzeitigem Abbruch der Therapie droht andernfalls eine Resistenz der Bakterien. Während der Mandelentzündung sollten Betroffene sich schonen und keinen Sport treiben. Aber auch nach der eigentlichen Entzündung ist der Körper noch über mehrere Wochen anfälliger und ein Schutz vor neuen Infekten besonders wichtig. Hier können auch naturheilkundliche Verfahren hilfreich sein.

Bei chronischen Mandelentzündungen, die sich durch gehäufte Infekte, verdickte Lymphknoten und erhöhte Entzündungswerte bei der Blutuntersuchung äußert, ist eine operative Entfernung der Mandeln angezeigt. Da die Mandeln sehr gut durchblutet sind und entsprechend eine geringe Nachblutungsgefahr besteht, sollte der Eingriff grundsätzlich stationär durchgeführt werden.

Für Kinder mit stark vergrößerten, aber nicht entzündeten Mandeln ist eine Verkleinerung mit einer Laserbehandlung sinnvoll, um Schlucken und Atmen zu verbessern sowie einem eventuellen Schnarchen vorzubeugen ohne die immunstärkende Wirkung der Mandeln komplett zu verlieren.


Naturheilkundliche Verfahren, die gegen Mandelentzündungen helfen können:

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