Polypen können kindliche Hörstörungen begünstigen

Februar 2015 - Etwa 90 Prozent aller Kinder erkranken bis zum dritten Lebensjahr mindestens einmal an einer Mittelohrentzündung. Bis zu viermal jährlich können solche Entzündungen auftreten, ohne Folgeschäden zu verursachen. Bei immer wiederkehrenden Mittelohrentzündungen hingegen besteht die Gefahr, dass sich Flüssigkeit im Mittelohr ansammelt oder Verwachsungen und Defekte des Trommelfells und der Gehörknöchelchen entstehen. Dies führt zu kindlichen Hörstörungen, die auch die Sprachentwicklung stören. Oftmals begünstigen vergrößerte Rachenmandeln solche wiederkehrenden Mittelohrentzündungen.

Nach Entfernung oder Verkleinerung der vergrößerten Rachenmandeln – die am häufigsten bei Kindern zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr auftreten – verringern sich bei vielen Kindern Mittelohrentzündungen. Die sogenannten Polypen blockieren die trompetenförmige Verbindung zwischen Rachenraum und Mittelohr. In der Folge werden Mittelohren nicht mehr ausreichend belüftet und es bildet sich entzündliches Sekret hinter dem Trommelfell, ein so genannter Paukenerguss. Vorübergehende Paukenergüsse sind kein Problem, halten sie aber über mehrere Monate an, kann sich die Sprachentwicklung aufgrund der chronischen Hörstörung verzögern. Erkranken Kinder an Mittelohrentzündungen, ist es also wichtig, dass Hals-, Nasen-, Ohren-Ärzte den Ursachen auf den Grund gehen, um mögliche Spätfolgen zu verhindern.

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